RENE FESTIVAL: PHYSIS | Kollektiv moment.aufNAHme

PHYSIS – eine Kunst-Körper-Verhandlung
Von Kollektiv moment.aufNAHme

Wie werden Körper in unserer Gesellschaft inszeniert? Welche Repräsentationsformen gibt es und inwiefern werden Körper in unserem Alltag eigentlich thematisiert? All diesen Fragen widmen sich das Kollektiv moment.aufNAHme in der Performance PHYSIS – eine Kunst-KörperVerhandlung. Vier Spielerinnen gehen dem Spannungsfeld zwischen den Ansprüchen der Gesellschaft und dem persönlichen Wunsch des Ichs nach Selbstliebe auf den Grund und stellen gängige Schönheitsideale in Frage. Was wird von mir erwartet, wo wird mir dies stets vor Augen geführt und wie kann ich selbst diesen ständigen Erwartungshaltungen Stand halten? Als Voraussetzung für die Spielerinnen galt die Bereitschaft, sich intensiver mit dem Thema “Körper” auf einer reflexiven Ebene auseinander zu setzen und somit auch Einblicke in private bzw. intime Momente zu gewähren. Die entwickelte Szenencollage basiert hauptsächlich auf den persönlichen Erfahrungen der Spielerinnen und versucht, möglichst viele Perspektiven auf das Themenfeld “Körper” einzufangen. Im Fokus stehen dabei Begriffe wie Body Shaming und Sexualisierung von Körpern, aber auch Selbstliebe, Body Positivity und Self Care. Ziel ist es, auf einengende und schädigende Schöheitsideale aufmerksam zu machen, deren Auswirkungen (aus vorrangig weiblicher Perspektive) widerzuspiegeln und zugleich Identifikationsfläche für alle Rezipient*innen bieten zu wollen. All dies ist eine Einladung zum Weiter-/Über- und Nachdenken, sowie die Ermutigung dazu, bestehende strukturelle Probleme in der Darstellungsweise und Verhandlung von Körpern sichtbar zu machen und eigene Denkmuster zu hinterfragen.

Spielleitung: Sina Kleist & Naima Scheffer | Spielerinnen: Alexandra von Einem, Anna Schröter, Denise Briem, Lea Schröder

Barrierefreiheit: Die Arbeit ist für hörende und sehende Menschen konzipiert. Der Eintritt ist rollstuhlgerecht.

Eintritt frei.
Dauer: 30 Minuten
Sprache: deutsch
Foto: Greta Ernst