Phobos | COOPERATIVA MAURA MORALES

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Phobos

„Ich wollte ein Stück über Angst machen und herausgekommen ist ein Stück über Mut.“ (Zit. Maura Morales) Angst erlebt gerade ihre gesellschaftliche Renaissance. Momente ihres Ausdrucks finden sich gegenwärtig auf allen Ebenen unseres Alltags, im mikroskopisch Kleinen wie im abstrakten Allgemeinen. Ob die Angst der Mittelschicht vor dem sozialen Abstieg, die Angst vor dem Alter in einer unbestimmbaren und unzuverlässig gewordenen Zukunft, die populistischen Strategien rechtskonservativer Parteien oder der Weg von der Party abends alleine nach Hause. Die Angst, die zu den stärksten und existenziell bedrohlichsten Empfindungen zählt, die wir erfahren können, trifft den Einzelnen mit voller Wucht in seiner jeweiligen Lebenswelt. Die objektiven Ursachen geraten dabei häufig außer Acht, denn Angst sorgt für subjektive Verzerrungen, da sie den Einzelnen verunsichert und schwächt. Sie ist ein schlechter Ratgeber. Kann man die Emotion Angst als ein übergeordnetes, gesellschaftliches Problem bearbeiten oder sind wir dazu gezwungen Angst eben doch im allerkleinsten und intimen Eigenen zu verhandeln, als privates Gefühl? Die gerade eben ein Jahr gewordene #MeToo-Bewegung ist ein aktuelles Beispiel für das kollektive und solidarische Thematisieren von Angst und den Versuch ihrer gesellschaftlichen Überwindung. Losgetreten durch prominente Vorfälle in Hollywood, hält die #MeToo-Debatte nun auch Einzug in die Tanz- und Theaterwelt.

Eine Produktion der COOPERATIVA MAURA MORALES in Koproduktion mit dem FFT Düsseldorf, dem Ringlokschuppen Ruhr, dem Pumpenhaus Münster und dem LOT-Theater Braunschweig | Konzept, Regie, Choreographie: Maura Morales | Tänzerinnen: Kalin Morrow, Anila Mazhari, Latisha Sparks, Elena Valls, Paula Serrano | Komposition, Livemusik: Michio Woirgardt | Lichtdesign, Technische Leitung: Grace Morales | Dramaturgie: Sebastian Brohn

Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.

Eintritt: 15 Euro / ermäßigt 5 Euro

(Fotograf: Klaus Handner)