TIPP aus dem NFT: mOtherhood

KATRIN BRETSCHNEIDER  mother.HOOD

aus der SCHWANKHALLE Bremen | 15. Mai 2021 um 20 Uhr via ZOOM

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Während werdende Mütter selten gefragt werden, warum sie ein Kind wollen, finden sich werdende Nichtmütter häufig in der Defensive wieder. Eine Mutter braucht keinen Grund, sich ein Kind zu wünschen. Für die Entscheidung zur Nichtmutterschaft aber werden Argumente erwartet. Freiwillig kinderlose Frauen lösen häufig Irritationen aus und gelten als suspekt. Allein der Begriff “kinderlos” impliziert ein Defizit. Nichtmütter brauchen einen guten Plan B – wenn eine Frau keine Mutter sein will, dann muss etwas anderes identitätsstiftendes her – und zwar etwas, das so groß ist, dass es mit der Bedeutsamkeit der Mutterschaft konkurrieren kann.

In mother.HOOD fragt Katrin Bretschneider, was passiert, wenn sie sich langsam aber stetig von der Frau, die NOCH keine Kinder hat, in die Frau, die NIE Kinder haben wird, verwandelt. Wer wird sie sein, wenn sie keine Mutter sein wird? Welche Rollenvorbilder und Identitätsangebote gibt es, welche müssen noch geschaffen werden? Wie könnte ein positiv besetztes Übergangsritual zur Nichtmutter aussehen? Das Projekt befragt vorherrschende Rollenmuster und sucht mit künstlerischen Mitteln nach neuen Besetzungen des Rollenbilds der Nichtmutter. In der Zoom-Adaption der Bühnenperformance überträgt Katrin Bretschneider ihr Fest für werdende Nicht-Mütter für eine digitale Zusammenkunft.

Katrin Bretschneider arbeitet in wechselnden Konstellationen an Theater- und Performanceformaten, Interventionen und partizipativen Projekten, die das unmittelbare Heute aus unmittelbar heutiger Sicht verhandeln. Sie agiert in Kunsträumen genauso wie an den Schnittstellen zu Wissenschaft, Bildung und Alltag.


Das Netzwerk Freier Theater – NFT ist ein bundesweiter Zusammenschluss professioneller Theater und Produktionshäuser in kommunaler Förderung zum Zweck des bundesländerübergreifenden Austauschs von Knowhow und Produktionen. Gemeinsam werden neue Projekte konzipiert und koproduziert. Bereits seit 2015 agiert unter dem Label NFT ein Bündnis von Gründerspielstätten aktiv als Think Tank für ein solches Modell des Austauschs von Theaterproduktionen und als Koproduzent in ersten Modellprojekten.

Netzwerkmitglieder sind aktuell neben dem LOT-Theater die Produktionshäuser und Spielstätten LICHTHOF Theater Hamburg, TD Berlin , PATHOS München, studioNaxos Frankfurt (Main), TheaterRampe Stuttgart, Schwankhalle Bremen, zeitraumexit Mannheim und das WUK Theater Quartier Halle.