21.09. bis 25.09.10

HANDICAP NULL
Das internationale Theaterfestival der Lebenshilfe Braunschweig

Im Focus des Festivals steht die Begegnung, der Rausch des Theaters, die Grenzenlosigkeit, die uns die Kunst ermöglicht – nicht die Behinderung, das Handicap. Das Festival richtet sich an ein Publikum, das innovative Formen der Bühnenkunst zu schätzen weiß und einen Blick über den Rand der alltäglichen Normalität hinaus wagt.
Leitung: Elke Utermöhlen

weitere Infos unter: www.handicap-null.de

Das Festival wird gefördert von Aktion MENSCH

_________________________________________________________________________

Theater Maatwerk

21.09.10 | 20 Uhr | Eintritt: 13,- / erm. 5,- Euro
Theater Maatwerk (Rotterdam): Zomaar een Dag (Einfach ein neuer Tag)

Während der eine fröhlich singend aus dem Bett hüpft, braucht der andere noch sieben kleine Nickerchen, bevor er sich aufraffen kann. Wir putzen unsere Zähne, duschen, waschen uns und frühstücken daheim am Tisch oder einfach unterwegs. Wir begegnen uns, grüßen oder meiden einander. Wir werden verabscheut oder wir verlieben uns. Wir hetzen, wir nehmen es leicht. Wir weinen, lachen, warten ab oder wagen den Sprung. Es ist immer wieder: Einfach ein neuer Tag im Leben.
Theater Maatwerk ist das erfolgreichste Theater mit geistig behinderten SchauspielerInnen in den Niederlanden, macht seit 1987 integratives Theater, hat bereits über zwanzig Produktionen auf die Bühne gebracht und tritt mit großem Erfolg in ganz Europa auf.

Choreographie: Gwendolyn Hilgersom

_________________________________________________________________________

Foto: Gruppe

22.09.10 | 20 Uhr | Eintritt: 13,- / erm. 5,- Euro

Bohnice Theatre Company – BDS (Prag): Leonce und Lena, nach Georg  Büchner

LEONCE? …LENA?! HIP-HOP VS. KLASSIK oder DEUTSCHES THEATERBüchners dekadente Geschichte über zwei entlaufene adlige Verliebte überrascht bis heute mit ihrem unübertroffen grotesken Sinn für Humor. Ein fragmentarisches romantisches Setup überlieferter Szenarien, das dem Publikum eine verrückt aussehende, geschönte und gewagt ironische Version des „Theatrum Mundi“ präsentiert. Mit einem hinterhältigen Grinsen reißt uns dieses Stück seit nahezu zweihundert Jahren die Masken herunter. Was bleibt?Bohnice Theatre Company ist eine Gemeinschaft von psychisch Kranken, professionellen Theaterleuten und anderen „Sympathisierenden“. Das 1991 gegründete Ensemble wird professionell geleitet, absolviert immer wieder nationale und  internationale Tourneen und wird regelmäßig zu Festivals eingeladen.

Regie und Dramaturgie: Vendula Kodetova

_________________________________________________________________________

Foto: Gruppe

23.09.10 | 20 Uhr | Eintritt: 13,- / erm. 5,- Euro
The Complete Group (Gießen): Holy Hearts

Über den Menschen sagen wir:
Dass wir uns nicht mit den eigenen Händen aufheben können.
Dass wir unseren Rücken nicht sehen können.
Dass wir uns nicht umschlingen können.
Dass wir der Kunst verfallen können.
Dass wir unser Gesicht nicht sehen können.
Dass wir Dazwischene sind.
Dass wir durch eine einfache Bewegung alles verändern können.

Die Performance wird in einem offenen Zustand gezeigt. Im Prozess. Als ein Wagnis. Als ein Traum, kurz vor dem Erwachen.
The Complete Group besteht aus Laien, aus professionellen Künstlern, aus Behinderten und Nichtbehinderten. Die Gruppe hat keine feste Zusammensetzung. Bei dieser Performance nehmen auch Studierende der Universität Giessen teil.

Idee und Konzeption: Wolfgang Sautermeister

___________________________________________________________________

Foto: Gruppe

24.09.10 | 20 Uhr | Eintritt: 13,- / erm. 5,- Euro
hArt times Theater (Hannover): Best Song of My Life

„Es kommt nicht darauf an, ob das hier Kunst ist oder nicht…
Das ist meine Vorstellung von mir selber oder von euch
Oder von mir selber wie ich gern sein möchte wie ich war“


Warum schämt sich niemand für seine Herzerkrankung? Seelische Erkrankungen sind eines der verbreiteten und weiterhin wachsenden Phänomene unserer Zivilisation. Das soziale Tabu und die häufig damit verbundene Leugnung erzeugen zusätzlichen Druck bei den Betroffenen und Angehörigen.
Ausgehend von ihren Lieblingsliedern stellen sich Schauspieler des hArt times Theater Hannover in „Best Song of My Life“ dieser Problematik. Die biografische Produktion ist eine poetische Hommage an das Theater, verbunden mit bemerkenswerten Einsichten in die Lebenswelten der Akteure, für die das Theater zu einem wichtigen Teil ihres Alltags geworden ist.
Das hArt times Theater ist ein Projekt der Kontaktstelle / Gruppe Soziale Selbsthilfe e.V. Regie: Ruth Rutkowski und Frank Matzke

___________________________________________________________________

Foto: Gruppe

25.09.10 | ab 19 Uhr | Eintritt: 4,- Euro
tanzbar_bremen / steptext dance project (Bremen): Tanz – Tasten

In einem lichtlosen Bühnenraum wird das sehende und nicht sehende Publikum in dieser Performance mit Tanz in “Berührung” gebracht. Hier wird der Tanz über das Hören und (Er-) Fühlen zugänglich. Kleine Publikumsgruppen zu je vier Personen werden von sehbeeinträchtigten und sehenden TänzerInnen durch die 15minütige Performance geleitet. Im Rahmen des Festivals eigenARTig 2009 entwickelte tanzbar_bremen die Performance Tanz –Tasten und für „Handicap Null“ wieder aufgenommen.
tanzbar_bremen e.V. ist ein Kollektiv von TänzerInnen, ChoreografInnen, Tanz- und SozialpädagogInnen sowie Kulturschaffenden mit und ohne Beeinträchtigung.

Konzept: Günther Grollitsch

Bitte beachten:
Diese Veranstaltung findet zwischen 19 und 21.30 Uhr statt. Da immer nur 4 Personen an der Performance teilnehmen können, sind die Eintrittskarten im Vorverkauf zwischen 10 und 17 Uhr und an der Festivalkasse im LOT-Theater erhältlich. Beim Erwerb der Karte erhalten Sie auch Ihre persönliche Eintritts-Zeit.


Das Festival wird gefördert von