17. | 18.09.10 | 20 Uhr
Eintritt: 13,- / erm. 5,- Euro
Die Spielreihe „Schaffen und Scheitern“ zeigt:
Der Flug des Papageien
In Deutscher und Spanischer Sprache
„Ich kämpfe für alle Sachen, an die ich glaube, mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln.“ Che Guevara
Eine Frau erzählt eine Geschichte. Eine Geschichte von zwei Leben, die parallel, doch in entgegengesetzter Richtung verlaufen. Von einem Mann, der stirbt und einer Frau, die geboren wird. Zwei Existenzen, getrennt in der Zeit, vereint im metaphysischen Raum der Entstehung einer Nation: Kuba. Die Frau heißt Milagros. Geboren in Kuba, aufgewachsen und erzogen im Sozialismus, kommt sie mit 29 Jahren und viel Hoffnung nach Ost-Berlin, 14 Monate vor dem Fall der Mauer. Der Mann, hieß Ernesto „Che“ Guevara, Argentinier und Held der Kubanischen Revolution, ermordet im Alter von 39 Jahren in Bolivien, nachdem er schon zu Lebzeiten zu einer Legende geworden war.
Zwei Biografien: die eine schreitet tastend vorwärts, der Zukunft entgegen, die andere geht, sicheren Schrittes, zurück, auf die Vergangenheit zu. Inmitten der Erzählung erhebt sich eine weitere Stimme, eine junge Rapperin, die einschreitet und den Fluss der Ereignisse bricht. Im „Rhythmus des Feuers“ berichtet sie, was geschah, noch immer geschieht, doch nicht mehr geschehen darf, überall dort, wo „die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen“ passiert.
Die Geschichte ist eine verschlungene Reise von den Bergen Kubas über Mexiko bis nach Deutschland, sie sucht eine Annäherung an den Menschen Che Guevara, jenseits des Mythos und der Ikone.
Eine Produktion von german stage service / Marburg | Regie, Text und Bühne: Graciela González de la Fuente | Schauspiel: Darinka Ezeta, Sinaya Sanchís | Regieassistenz: Maja Otten und Karina Kirsten | Übersetzung: Dieter Krockauer | Videos: Hendrik Schneller
Die Spielreihe „Schaffen und Scheitern“ wird gefördert von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
