Spielreihe „Schaffen und Scheitern“ im Rahmen der Veranstaltungen zum 200. Geburtstag Wolfgang Robert Griepenkerls
Der Braunschweiger Autor und Musikkenner Robert Wolfgang Griepenkerl (04.05.1810 – 16.10.1868) ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten, obwohl er zu Lebzeiten aufgrund der sprachlichen Kraft seiner Revolutionsdramatik als deutscher Shakespeare und „Messias des Dramas“ gefeiert wurde. Griepenkerl spielte vor seinem persönlichen Scheitern eine große Rolle in der Musik- und Theaterszene der Stadt; er organisierte u. a. große Musikfeste mit Mendelssohn, Liszt, Meyerbeer und Berlioz und war befreundet mit Clara und Robert Schumann.
Das Spannende an der Person Griepenkerls ist sein Leben als kulturschaffender und politischer Mensch im gesellschaftlichen Leben Braunschweigs in der Revolutionszeit um 1848 wirft. In seinen Schriften und Briefen wird dabei das Spannungsverhältnis zwischen individuellem Schaffen und gesellschaftlichem Scheitern deutlich.
Die Spielreihe bildet einen Rahmen für unterschiedlichste Interpretationen dieses Phänomens. Wir dürfen uns auf spannende Gastspiele der freien Theaterszene, schwerpunktmäßig aus Niedersachsen und Berlin, freuen.
Eine Veranstaltung des LOT-Theaters
Gefördert von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
