05.02. | 06.02.10 | jeweils 20 Uhr
Eintritt: 13,- / erm. 5,- Euro

vierhuff theaterproduktionen > REGEN.FÄLLE
Eine Tragikomödie nach Motiven aus Karen Duves „Regenroman“

Das Böse gedeiht an feuchten Stellen.
Leon, ein bislang erfolgloser Schriftsteller, bekommt eines Tages ein Angebot von einem abgehalfterten Zuhälter und Ex-Boxer. Er soll dessen Biografie schreiben. Mit dem Vorschuss für das Buch, kauft Leon ein halbverfallenes Haus am Rand eines Moores in Ostdeutschland. Die Idylle, die Stille, von der Leon sich Motivation für seine Arbeit erhofft, entpuppt sich allerdings nach und nach als ein alles verschlingender Sumpf. Es regnet ununterbrochen und im Hintergrund blubbert bedrohlich das Moor. Das Haus, die Beziehung, Leon selber; - unaufhaltsam gurgelt alles der Katastrophe entgegen.
Es ist die Geschichte von einer vergeblichen Suche nach dem Glück. Es gibt eben kein richtiges Leben im falschen.
Der Mensch ist nur ein mikroskopischer Teil des Naturkreislaufes, der sich integrieren muss in ein Gesamtsystem oder vernichtet wird. Die Natur schlägt zurück.

vierhuff theaterproduktionen beschäftigt sich seit nun mehr als drei Jahren vornehmlich mit der Bearbeitung von theaterfernen Stoffen aus dem Bereich Film und Literatur. Die dabei entstehenden Inszenierungen zeichnen sich durch eine kraftvolle, poetische Bühnensprache aus, die den Schauspieler und seine Gegenwärtigkeit auf der Bühne ins Zentrum stellt. Mit den theatralen Mitteln der kritischen Überhöhung, Humor und Lust zur grotesken Übertreibung entsteht ein vielschichtiges, tragikomisch zugespitztes Bild. Das spannungsreiche Verhältnis des Individuums zu seinem Umfeld steht in dieser Form des Erzähltheaters stets im Mittelpunkt. 

Eine Produktion von vierhuff theaterproduktionen in Kooperation mit dem Theater für Niedersachsen Hildesheim / Hannover (TfN) | Regie: Gero Vierhuff | Schauspiel: Sven Brormann, Antonia Tittel, Bernhard Twickler, Christopher Weiss, Alina Manoukian | Ausstattung: Ulrike Melnik

Gefördert vom Land Niedersachsen, der Stiftung Niedersachsen, der Rusch-Stiftung und der Friedrich-Weinhagen-Stiftung