Fr 26.06.  | Sa 27.06. | So 28.06. jeweils 20 Uhr

nordlichten / Tanztheater ellaH >
Kategorie F 29
nach Motiven von Sarah Kane "Psychose 4.48"


Ein Tanz-Theater Projekt des freien theater nordlichten und vom Tanztheater ellaH in Kooperation mit dem LOT Theater Braunschweig

Den Zustand des sich Verlierens, des Verrückens von Geist und Körper aus ihrem ursprünglichen Gleichklang haben das freie theater nordlichten  (Hildesheim) und das Tanztheater ellaH (Halle) zum Ansatz ihrer gemeinsamen Inszenierung gemacht: steht zu Beginn das Ich in seiner Ganzheit auf der Bühne, so zerfällt es im Verlauf des Stückes in verschiedene Gedanken, Empfindungen und Handlungen, bis es völlig verschwindet.
Die Symbiose von Tanz- und Sprechtheater birgt vielgestaltige Möglichkeiten, den Auflösungsprozess einer Psychose, für die F 29 die fachärztliche Abkürzung ist, stufenweise zu inszenieren. Hier liegt die Herausforderung der ersten theatralen Begegnung der zwei sehr verschiedenen Ensembles.

Die Darstellerinnen des Tanztheater ellaH sind keine Profitänzerinnen im klassischen Sinne. Jede Einzelne ist mit einer ganz anderen Geschichte zum Tanztheater gekommen und jede hat neben dieser künstlerischen Arbeit eine ganz andere anspruchsvolle Alltagswelt. Ihre Auseinandersetzung mit der Thematik ist durch ganz subjektive Zugangsweisen und Interessen geprägt – es ist ein Experiment in dem über das Medium der Bewegung und des Körpers die Erweiterung der eigenen Erfahrungsräume gesucht wird.

Die Arbeit des freien theater nordlichten zeichnet sich zwischen durch den interdisziplinären Umgang mit Raum und Körper, technischen Medien und dramatischen Texten aus.  So gruppiert sich um den Regisseur Matthias Spaniel, die Dramaturgin Kathrin Weber-Krüger und den Darsteller Knut Gabel ein jeweils projektspezifisches Kollektiv von Künstlern, welches im gemeinsamen kreativen Prozess immer wieder neu nach einer geeigneten Formensprache sucht, die Kopf und Herz berühren will.

Beide Ensembles suchen die Auseinandersetzung mit Körper, Bewegung, Text und haben im jeweiligen Anderen die Ergänzung für diese Inszenierung gefunden.

Inszenierung: Annett Paschke, Matthias Spaniel /Dramaturgie: Kathrin Weber-Krüger Bühne und Ausstattung: Anja Scholz / Musik: Hannes Scheffler / Licht: Christian Meinke / Produktionsassistenz: Hilkje Kempka, Marie Milbacher

Mit: Cornelia Baeßler, Knut Gabel, Livia Makrinus, Veit Merkle, Franziska Schaff, Anna Schnitzer, Margund Weber, Anita Wuttke

Gefördert von: Weinhagen Stiftung, Landkreis Hildesheim, Stadt Hildesheim, Land Sachsen-Anhalt

Eintritt: 11,- / erm. 8,- Euro

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