Do 05.11 | Fr 06.11. | Sa 07.11. | So 08.11.09 | jeweils 20 Uhr

Eintritt: 11 Euro / erm. 8 Euro

Turbo Pascal (HI/B) >
Ich bin nicht wirklich die Gefahr

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Sind die elektrischen Leitungen in diesem Gebäude eigentlich sehr alt? Wie gefährlich können 150 Leute sein, die in einem Raum versammelt sind? Kommt hier heute noch die wilde Party? Ist die Bühne der sicherste Orte der Welt? Soll ich meine Ängste vor dem atomaren Overkill reaktivieren? Bin ich schon geistig verwirrt?
Turbo Pascal spielt in diesem Projekt mit der Logik des Worst-Case-Denkens und veranstaltet mit dem Publikum ein Gedankenexperiment zu der Frage, in welcher Gefahr wir eigentlich zu schweben meinen. Überall werden Worst-Case-Szenarien entwickelt, ständig droht ein neuer Schrecken, aber was ist hier eigentlich wirklich die Gefahr? Wir befinden uns in einer Versammlungsstätte, wir sind ein Ausschnitt der Bevölkerung von  Braunschweig oder Berlin. Aus aktuellen und vergessenen Gefahrenmeldungen, Gesprächen mit Worst-Case-Spezialisten vor Ort und der Szenariotechnik aus dem Feld der Zukunftsforschung legt Turbo Pascal eine große Gefahrensammlung an, die dann im Theater auf den Prüfstand kommt: Das Publikum wird zum Katastrophenkomitee, das über das eigene Gefahrenpotential entscheiden kann.


Turbo Pascal ist ein Theaterkollektiv, das in seinen Projekten zu aktuellen Themen arbeitet, über die man zusammen besser nachdenken kann als alleine und dabei immer wieder Gäste, Mitbürger und Zuschauer einlädt, zu Koautoren der Theater- und Performanceabende zu werden. Gegründet während des Studiums in Hildesheim lebt und arbeitet die Gruppe mittlerweile in Niedersachsen und Berlin mit weiteren Freunden und Gästen.

Konzept: Turbo Pascal | Von und mit: Veit Merkle, Luis Pfeiffer, Frank Oberhäußer, Eva Plischke | Musik: Peter Pardylla, Friedrich Greiling | Bühne: Magda Willi | Dramaturgie und Produktion: Anne Schulz

In Kooperation mit FREISCHWIMMER. PLATTFORM FÜR JUNGES THEATER, ein Gemeinschaftsprojekt von Sophiensaele Berlin, Kampnagel Hamburg, FFT Düsseldorf, Theaterhaus Gessnerallee Zürich und brut Wien.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfond, des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der Stiftung Niedersachsen