
- (c) Steffen Dost
Premiere > Do 29.01.09
30.01. | 31.01. | 01.02.09 | 20 Uhr
Mai | 07.05. | 08.05. | 09.05. | 10.05.09 | 20 Uhr
Do 01.10.09 | Fr 02.10.09 | 20 Uhr
LOT-Produktion
Viva la vida Friducha
Frida Kahlo – die wohl berühmteste mexikanische Malerin, eine der exotischsten Frauen ihrer Zeit, Meisterin der Selbstinszenierung. Sie schmückte die Wahrheit aus, erfand sie neu, zerlegte sie, spaltete sie ab und forderte sie heraus, sie datierte ihr Geburtsdatum um auf die mexikanische Revolution und malte ihre Realität so, wie sie sie erlebte. „Ihre Kunst“, sagte Andre Breton „ist wie ein farbiges Band um eine Bombe.“
„Ich bin in meinem Leben von zwei großen Unfällen betroffen worden. Der eine geschah, als ich von einer Straßenbahn überfahren wurde, der andere ist Diego“, sagte Frida Kahlo und diese Unfälle bestimmten ihr Leben sehr früh durch die permanente Allgegenwart von körperlichem Zerfall und Verlust. Monatelang war sie durch die Folgen des Unfalls immer wieder ans Bett gefesselt. Doch begegnete sie dem Tod mit Sarkasmus und beißendem Spott. Frida war ein Paradoxon, das aufs beste beweist, was es bedeutet, sich mit Haltung und Willenskraft bewusst gegen ein Schicksal aufzulehnen.
„Für einen Pariser, New Yorker oder Londoner ist der Tod ein Wort, das man vermeidet, weil es die Lippen verbrennt. Der Mexikaner sucht, streichelt, foppt, feiert ihn, schläft mit ihm; er ist sein Lieblingsspielzeug und seine treueste Geliebte.“ (Octavio Paz)
„Viva la vida Friducha“ befragt unsere Beziehung zu Tod und Leben. Mit Elementen des Puppen/Objekttheaters, Projektionen und des physical theatre erschaffen zwei Spielerinnen anhand des Lebens der Frida Kahlo ein performatives Requiem.
Inszenierung: Katja Fillmann | Schauspiel: Isabelle Stolzenburg, Julia Giesbert | Ausstattung: Cordula Körber | Video & Musik: Steffen Dost | Produktion: LOT-Theater
gefördert von: Land Niedersachsen, Niedersächsische Lottostiftung
Katja Fillmann, geb. 1972 im Saarland, freie Regisseurin, lebt in Berlin. Dipl. angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim. Inszenierungen am Theater Basel, Theater am Neumarkt Zürich, Theater an der Parkaue Berlin, Theater Essen, Schauspiel Frankfurt, Staatstheater Braunschweig, DT-Göttingen, Stadttheater Giessen, Stadttheater Hildesheim,
Theater Baden-Baden. Freie Produktionen mit Herwig Ursin und Ariane Andereggen in Basel, mit der Formation Vroom an der Gessnerallee Zürich, Laboutique Berlin, Rogerio de Nuna Costa Lissabon.
